Fazit
Beim Vergleich Creality K2 Pro vs. K2 Plus ist der K2 Plus der deutlichere Sieger, wenn Sie den größeren nominellen Bauraum und die höheren Temperaturreserven tatsächlich nutzen. Creality nennt 350 × 350 × 350 mm gegenüber 300 × 300 × 300 mm beim K2 Pro sowie 350 °C an der Düse und 120 °C am Bett statt 300 °C beziehungsweise 110 °C. Der K2 Pro ist sinnvoller, wenn Sie ein kleineres, leichteres Gerät suchen und nicht den größtmöglichen Bauraum und die höchsten Temperaturgrenzen. [1]
Der Abstand geht über die Bauraumangaben hinaus. Beide Modelle werben mit maximal 600 mm/s. Creality nennt auf seiner Vergleichsseite für den K2 Plus jedoch 30,000 mm/s² Beschleunigung gegenüber 20,000 mm/s² beim K2 Pro. Außerdem werden automatische Riemenspannung, 2 Zusatzlüfter, 2 Luftfilter und eine Bauraumkamera mit 1080P @30fps angegeben. Der K2 Pro bietet dagegen manuelle Riemenspannung, jeweils einen Lüfter und Filter sowie eine Kamera mit 720P @30fps. Die intelligente automatische Nivellierung des K2 Plus bezeichnet Creality auf der Vergleichsseite weiterhin als „per Firmware-Update verfügbar“, obwohl aktuelle Anleitungen zum Firmware-Upgrade Auto Leveling als auswählbare Kalibrierungsoption zeigen. Auch bei den Außenmaßen des K2 Pro widersprechen sich Creality-Seiten. Für die Platzplanung lohnt deshalb der Abgleich von Handbuch und Shop. [1] [7] [2] [11]
Technische Daten auf einen Blick
Die folgende Tabelle verwendet Hersteller- und Supportangaben, keine Labormessungen. Widersprüche zwischen Creality-Seiten werden später ausdrücklich benannt und nicht stillschweigend „korrigiert“. Beim Vergleich Creality K2 Plus vs. K2 Pro liegen die wichtigsten praktischen Unterschiede bei Bauraum, Beschleunigung, Temperaturgrenzen, Gewicht und der zusätzlichen Hardware rund um die CoreXY-Plattform. [1] [4] [5]
| Merkmal | K2 Pro | K2 Plus | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| Nomineller Bauraum | 300 × 300 × 300 mm | 350 × 350 × 350 mm | Bauteilgröße und Kapazität für Druckserien |
| Maximale Geschwindigkeit laut Hersteller | 600 mm/s | 600 mm/s | Gleicher Spitzenwert bedeutet nicht zwangsläufig gleichen realen Durchsatz |
| Maximale Beschleunigung laut Hersteller | 20,000 mm/s² | 30,000 mm/s² | Besonders relevant bei kurzen Bewegungen und vielen Leerfahrten |
| Düsentemperatur laut Hersteller | 300 °C | 350 °C | Mehr Temperaturspielraum, keine pauschale Materialzertifizierung |
| Betttemperatur laut Hersteller | 110 °C | 120 °C | Mehr Spielraum für Haftung und Verzugsbegrenzung |
| Bauraumtemperatur laut Hersteller | 60 °C | 60 °C | Gleiche Obergrenze beweist keine gleiche Stabilität |
| Nettogewicht | 23.7 kg | 35 kg | Umstellen, Anheben und Anforderungen an den Arbeitstisch |
| Riemenspannung | Manuell | Automatisch geregelt | Unterschiedlicher Wartungsablauf |
| Bauraumkamera | 1 × 720P @30fps | 1 × 1080P @30fps | Mehr Details bei der Überwachung mit dem Plus |
| Zusätzliche Kühllüfter | 1 | 2 | Mehr Hardware zur Bauteilkühlung beim Plus |
| Luftfilter | 1 | 2 | Mehr Filterhardware an der Einhausung beim Plus |
| Status der automatischen Nivellierung | Ja | Per Firmware-Update verfügbar | Die Formulierung zum K2 Plus hängt von der Firmware ab |
Alle Tabellenwerte stammen von Crealitys Vergleichsseite zur K2-Serie. Die Zeile zur automatischen Nivellierung des K2 Plus sollte zusammen mit Crealitys Firmware-Upgrade-Anleitung gelesen werden, die Auto Leveling als aktuelle Kalibrierungsoption zeigt. [1] [7]
Bei der Hardwarekapazität liegen K2 Plus und K2 Pro also nicht eng beieinander. Der Plus hat den größeren nominellen Bauraum, höhere angegebene Beschleunigung, höhere Düsen- und Bettgrenzen, mehr Masse und mehr Zusatzhardware. Der Pro bleibt kleiner und leichter. [1]
Was sich in der Praxis tatsächlich unterscheidet
Die Entscheidung zwischen K2 Plus und K2 Pro hängt von vier Rahmenbedingungen ab: benötigte Bauteilgröße, verfügbare Stellfläche, gewünschte Temperaturreserven und der Umfang zusätzlicher Hardware, den Sie betreuen möchten. Der K2 Plus bietet einen nominellen Bauraum von 350 × 350 × 350 mm statt 300 × 300 × 300 mm sowie höhere angegebene Beschleunigung und höhere Düsen- und Bettgrenzen. Er passt daher zu Käufern, denen Bauteilgröße oder Materialspektrum wichtiger sind als Kompaktheit. [1]
Er ist außerdem mehr als ein vergrößerter Pro. Creality nennt für den Plus Schrittservomotoren an X-/Y-/Z-Achse und Extruder, für den Pro dagegen an X-/Y-Achse und Extruder. Hinzu kommen beim Plus zwei Zusatzlüfter, zwei Luftfilter, automatische Riemenspannung und eine höher auflösende Bauraumkamera. Dieselbe beworbene Geschwindigkeit bedeutet nicht dieselbe Auftragsdauer, denn Beschleunigung und übriges Bewegungssystem beeinflussen weiterhin die Zeit zwischen den Bewegungen. [1]
Entscheidende Daten: offizielle Angaben statt Laborergebnisse
Hier handelt es sich um Hersteller- beziehungsweise offizielle Supportangaben, nicht um unabhängige Labormessungen. Einige offizielle Creality-Seiten widersprechen sich bei ergänzenden Details. Vergleichsmaterial zum Creality K2 Pro im Test liest man am sinnvollsten, indem man beworbene Hauptmerkmale von den tatsächlich druckrelevanten Zahlen trennt: nomineller Bauraum, Beschleunigung, Temperaturgrenzen und die Hardware zur Unterstützung dieser Teilsysteme. [1] [4] [5]
Bei Bewegung und Temperaturen nennt Creality für den K2 Pro 20,000 mm/s², 300 °C an der Düse, 110 °C am Bett und 60 °C im Bauraum. Für den K2 Plus stehen 30,000 mm/s², 350 °C an der Düse, 120 °C am Bett und 60 °C im Bauraum. Der Plus verändert auch die Zusatzhardware: automatische statt manueller Riemenspannung, 2 Zusatzlüfter statt 1, 2 Luftfilter statt 1 und eine Kamera mit 1080P statt 720P. Creality wiederholt für beide Geräte auf Produkt- und Supportseiten zudem denselben Genauigkeitswert des Herstellers: 100 mm ± 0.1. Die geprüften Seiten nennen jedoch nicht die vollständigen Testbedingungen dahinter. Deshalb ist ein messbasierter Vergleich vorsichtiger: ISO/ASTM 52902 behandelt die Bewertung geometrischer Leistungsfähigkeit. Die NIST-Arbeit zu AM-Prüfkörpern liefert hilfreichen Kontext zur Druckerbewertung, beweist aber nicht, wie diese beiden konkreten Geräte in einer Werkstatt arbeiten werden. [1] [4] [5] [14] [15]

Bauraum: Was 50 mm mehr pro Achse verändern
Der nominelle Bauraum beträgt 300 × 300 × 300 mm beim K2 Pro und 350 × 350 × 350 mm beim K2 Plus. Der Plus bietet damit 50 mm mehr auf jeder Achse. Im Vergleich des Druckvolumens des Creality K2 Plus bleibt das der größte Größenunterschied. [1]
Praktisch zählt der zusätzliche Raum vor allem, wenn ein Teil sonst aufgeteilt werden müsste, ein hoher Prototyp an die Z-Grenze stößt oder mehrere Teile auf einer Platte mehr Abstand benötigen. Wer regelmäßig Helme, Masken, Gehäuseplatten, größere Vorrichtungen, Organizer für den Unterricht oder größere Funktionsteile aus PETG, ASA oder ABS druckt, erhält mit dem K2 Plus mehr Gestaltungsspielraum, bevor Umorientierung oder Neukonstruktion nötig werden. [1]
Entscheidend ist der Unterschied zwischen nominellem Bauraum und nutzbarer Fläche für den konkreten Auftrag. Das Datenblatt nennt den beanspruchten maximalen Raum. Bei realen Aufträgen verringern Spülstrukturen für Mehrfarbdruck, Brims bei schwierigen Materialien, Stützen und Bauteilabstände die praktisch nutzbare Fläche. Für einen allgemeingültigen Prozentsatz dieser Flächenreduktion wurde keine verlässliche Zahl gefunden. Der Verlust hängt von Modell, Werkzeugbahn und Material ab. [1]
- Wählen Sie das Volumen des K2 Plus, wenn Sie regelmäßig einteilige Helme oder Masken, hohe Prototypen nahe der Z-Grenze, große Aufbewahrungs- oder Organizermodule, Platten mit mehreren Kopien oder größere Funktionsteile drucken, bei denen zusätzlicher Raum für Brims und Stützen hilft. [1]
- Wählen Sie das Volumen des K2 Pro, wenn Ihre Teile bequem in 300 × 300 × 300 mm passen und Sie lieber Platz und Gewicht sparen, statt ungenutzten Bauraum zu kaufen. [1]
Stellfläche, Außenmaße und Handhabung
Auf dem Arbeitstisch sind die Geräte nicht austauschbar. Creality nennt für das Gehäuse des K2 Plus 495 × 515 × 640 mm und 35 kg. Die K2-Pro-Vergleichsseite nennt 445 × 477 × 573 mm und 23.7 kg. Das ist ein relevanter Unterschied bei Stellfläche und Handhabung: Der Plus braucht mehr Tischfläche und einen verlässlich tragfähigen Untergrund. Der Pro lässt sich leichter anheben, umstellen und in einen engeren Aufbau integrieren. [1]
Beim K2 Pro ist ein ausdrücklicher Hinweis nötig. Vergleichsseite und Benutzerhandbuch nennen beide 445 × 477 × 573 mm als Gehäusemaße. Die Creality-Store-Seite veröffentlicht daneben 445 × 505 × 850 mm als „K2 Pro Dimensions“. Sie erklärt nicht, was in der höheren Angabe enthalten ist. Käufer sollten deshalb nicht davon ausgehen, dass jede Creality-Seite dieselben Grenzen misst. Behandeln Sie 445 × 477 × 573 mm als vom Handbuch bestätigte Gehäusegröße und 445 × 505 × 850 mm als widersprüchliche Shopangabe, die für die konkrete Kaufkonfiguration anhand von Verkäuferauskunft oder Handbuch bestätigt werden muss. [1] [2] [11]
Crealitys Seite zur K2 Plus Combo nennt außerdem 620 × 590 × 708 mm für das Combo-Paket. Das hilft bei Versand- und Auspackplanung, darf aber nicht mit der Gehäusestellfläche auf dem Arbeitstisch verwechselt werden. Planen Sie zusätzlich Raum für rückwärtige Kabel, Zugang von oben, Türöffnung und CFS ein, statt sich nur an der nominellen Gehäusehülle zu orientieren. [3]
Druckqualität und Geschwindigkeit in der Praxis
Creality nennt für beide Drucker dieselbe maximale Geschwindigkeit von 600 mm/s. Dieser Spitzenwert ist jedoch nicht mit normalem Durchsatz gleichzusetzen. Auf der K2-Serienseite ergänzt Creality in einer Fußnote, dass die übliche Druckgeschwindigkeit aller K2-Modelle 300 mm/s beträgt. Für normale Slicer-Profile und Geometrien ist das die nützlichere Erwartungsgröße. Anders gesagt: 600 mm/s ist eine Obergrenze. Reale Aufträge bleiben wegen Beschleunigungsgrenzen, Bauteilgeometrie, Schichthöhe, Kühlbedarf und Leerfahrten einen großen Teil der Zeit darunter. [1]
Bei der Beschleunigung trennen sich die Modelle auf dem Papier: 20,000 mm/s² für den K2 Pro und 30,000 mm/s² für den K2 Plus. Dieser Unterschied zählt besonders bei kurzen Segmenten, häufigen Richtungswechseln und Werkzeugbahnen mit vielen Leerfahrten, auf denen der Drucker die Höchstgeschwindigkeit kaum länger halten kann. Er zeigt, dass identische Marketingwerte von 600 mm/s keine gleichen Fertigstellungszeiten garantieren. Ein fester prozentualer Zeitgewinn für jeden Druck lässt sich daraus aber nicht ableiten. [1]
Unabhängige Tests stützen diese Vorsicht. Im K2-Pro-Combo-Test von Tom’s Hardware dauerte ein vorgeslictes vierfarbiges Benchy 35 Minuten. Der Rezensent beobachtete bei selbst geslicten Mehrfarbdrucken außerdem erheblichen Spülabfall durch die lange Schmelzzone des Hotends. Im K2-Plus-Test von Tom’s Hardware ließ der Rezensent das Bett 15 Minuten durchwärmen, bevor er die erste PETG-Schicht bewertete. Das sind Beobachtungen der jeweiligen Quelle, keine allgemeinen Gesetze. Sie erinnern jedoch daran, dass Mehrfarbaufträge, Durchwärmen und Slicer-Entscheidungen reale Druckzeit und Qualität über die Geschwindigkeitszeile im Datenblatt hinaus beeinflussen. [16] [17]
Betriebskosten und Grenzen des CFS-Arbeitsablaufs
Crealitys CFS ist eine Filamentwechseleinheit mit 4 Steckplätzen. Die Plattform wirbt mit bis zu 16 Farben, wenn bis zu 4 CFS-Einheiten verbunden werden. Die K2 Plus Combo enthält keine vier CFS-Einheiten. Laut Creality liegt eine Einheit bei; für eine vollständige Konfiguration mit 16 Farben benötigen Sie drei zusätzliche Einheiten. [1] [3]
CFS ist außerdem ein physisches Modul und nicht nur eine Softwarefunktion. Creality nennt 379 × 314 × 276 mm und 4.56 kg sowie 4 Steckplätze, Unterstützung für bis zu 4 verbundene Einheiten, 1.75 ± 0.05 mm Filamentdurchmesser und Spulengrenzen von 197–202 mm Durchmesser und 42–68 mm Breite. Deshalb muss der CFS-Platz als Teil des Arbeitsplatzes geplant werden und darf nicht erst nachträglich bedacht werden. [2] [3]
Bei Materialien ist die entscheidende Trennung Drucken am Gerät gegenüber Verarbeitung durch CFS:
- Druckbar am Gerät: Die K2-Pro-Supportseite führt TPU95A als unterstütztes Filament auf. In der kurzen Liste der K2-Plus-Supportseite fehlt TPU. Crealitys Wiki dokumentiert für den K2 Plus jedoch separat einen TPU-Ablauf am Drucker mit geänderten Einstellungen und deaktivierten automatischen Kalibrierungsschritten. [4] [5] [9]
- Grenzen der CFS-Verarbeitung: Laut Creality ist CFS nicht mit flexiblem TPU, feuchtem BVOH/PVA oder verzogenen Kartonspulen kompatibel. Die Filamentparameterseite des K2 Plus warnt ausdrücklich davor, TPU über CFS zuzuführen. [2] [3] [8]
Praktisch heißt das: Ein Drucker kann Filament von einer seitlichen Spule oder über Direktzuführung extrudieren, während CFS dasselbe Material nicht zuverlässig handhabt. Wenn es tatsächlich um automatisierte Mehrmaterialabläufe statt Einmaterialdruck geht, ist diese Unterscheidung wichtiger als eine einfache Aussage wie „unterstützt TPU“ oder „unterstützt wasserlösliche Materialien“. [4] [5] [8] [9]
- CFS vor dem Kauf realistisch prüfen
- Klären Sie, ob Sie Mehrfarbdruck oder nur einfacheres Laden und Nachfüllen wünschen. [1] [3]
- Prüfen Sie, ob Ihre üblichen Spulen die angegebenen Grenzen von 197–202 mm Durchmesser und 42–68 mm Breite einhalten. [2] [3]
- Gehen Sie nicht davon aus, dass TPU durch CFS läuft, nur weil der Drucker TPU über einen anderen Zuführungsweg drucken kann. [4] [8] [9]
- Betrachten Sie CFS als separates Gerät auf dem Arbeitstisch, das Platz und Kabelführung benötigt. [2] [3]
- Prüfen Sie den tatsächlichen Lieferumfang eines Combo-Angebots: Ein Paket ist nicht automatisch eine vollständige Konfiguration mit 4 CFS / 16 Farben. [3] [1]

Ökosystem, Kalibrierung und Überwachungshardware
Crealitys Vergleichsseite führt Smart Auto Leveling beim K2 Pro als Ja und beim K2 Plus als Per Firmware-Update verfügbar auf. Am vorsichtigsten lässt sich die K2-Plus-Funktion deshalb weiterhin als firmwareabhängig statt pauschal vorhanden beschreiben. Gleichzeitig fordern aktuelle Creality-Wiki-Anleitungen zum Firmware-Upgrade der K2-Serie dazu auf, in den Erkennungsoptionen „Input Shaping“ und „Auto Leveling“ zu aktivieren. Zum Abrufzeitpunkt nannten die Supportseiten für den K2 Pro die Firmware V1.1.4.1 vom 18. März 2026 und für den K2 Plus V1.1.4.11 vom 18. Januar 2026. Es wurde jedoch keine verlässliche Angabe gefunden, welches konkrete Firmware-Update den Widerspruch zur Formulierung in der Plus-Vergleichstabelle auflöst. [1] [4] [5] [7]
Bei der Überwachung handelt es sich um einen klaren Hardwareunterschied, nicht um einen Beweis intelligenterer Fehlerprognose. Der K2 Plus wird mit einer Bauraumkamera 1 × 1080P @30fps aufgeführt, der K2 Pro mit 1 × 720P @30fps. Das beeinflusst vor allem die sichtbaren Details bei Fernüberwachung oder Zeitraffer. Es beweist nicht, dass eines der Geräte Druckfehler grundsätzlich besser erkennt. Die Kamera ist daher eine Sichthilfe und kein Ersatz für vernünftiges Slicing und die Prüfung der ersten Schicht. [1]

Materialunterstützung, Temperaturen und widersprüchliche Schichthöhen
Thermisch bietet der K2 Plus auf dem Papier mehr Reserven: 350 °C an der Düse und 120 °C am Bett gegenüber 300 °C und 110 °C beim K2 Pro. Beide erreichen laut Crealitys Vergleichsseite maximal 60 °C Bauraumtemperatur. Höhere Grenzen erweitern den Bereich ausprobierbarer Materialprofile. Die Zahlen zertifizieren jedoch weder Qualität noch Konstanz oder Erfolg mit jeder Spule, deren Temperaturanforderungen in diesen Bereich passen. [1]
Der Hinweis zum K2-Pro-Bauraum ist wörtlich zu nehmen. Crealitys Wiki erklärt, dass bei Umgebungstemperaturen unter 15 °C und einer Netzspannung von 110 V die Bauraum-Zieltemperatur möglicherweise nicht erreicht wird. Dieselbe nominelle Obergrenze von 60 °C bei beiden Modellen beweist daher nicht dieselbe Stabilität, Aufwärmzeit oder Temperaturgleichmäßigkeit unter allen Raum- und Strombedingungen. [10] [1]
Auch die Schichthöhen des K2 Pro werden auf offiziellen Creality-Seiten uneinheitlich angegeben. Im Shop stehen 0.05–0.3 mm, auf Supportseite und Kaufberatung dagegen 0.1–0.35 mm. Die K2-Plus-Supportseite nennt 0.05–0.3 mm. Die sichere Einordnung besteht nicht darin, einen bevorzugten Bereich als Wahrheit auszuwählen. Schichthöhe ist vielmehr eine Profilentscheidung, die von Düsengröße, Material und Slicer-Einstellungen abhängt, und kein direkter Ersatzwert für Maßgenauigkeit. [2] [4] [5] [6]
Wartung und praktische Kompromisse beim Betrieb
Der K2 Plus stellt höhere Anforderungen an Aufstellung und Transport. Mit 35 kg wiegt er wesentlich mehr als der 23.7 kg schwere K2 Pro. Creality nennt außerdem mehr Zusatzhardware rund um das Bewegungssystem: automatische Riemenspannung, 2 Zusatzkühllüfter und 2 Luftfilter. Dadurch wird der Betrieb nicht automatisch schwieriger, aber weniger minimalistisch. Unabhängige Tests deuten außerdem darauf hin, dass konsequentes Durchwärmen bei geschlossenen Geräten wichtig sein kann: Der K2-Plus-Rezensent von Tom’s Hardware ließ das Bett 15 Minuten durchwärmen, bevor er die erste PETG-Schicht bewertete. [1] [16]
Der K2 Pro ist in diesem Sinn leichter und einfacher. Creality nennt manuelle Riemenspannung, 1 Zusatzkühllüfter und 1 Luftfilter. Die niedrigeren Düsen- und Bettgrenzen bieten weniger Temperaturreserve als beim Plus. Im unabhängigen Test bezeichnete Tom’s Hardware TPU-Druck mit dem K2 Pro Combo zudem als schwierig. Das beweist nicht, dass TPU auf jedem K2 Pro unmöglich wäre. Es erinnert aber daran, dass Tabellen allein die Schwierigkeit eines Arbeitsablaufs nicht abbilden. [1] [17]
Welcher Drucker für wen geeignet ist
-
Maker oder Lehrende mit kleinerem Arbeitsplatz: K2 Pro. Wenn ein leichteres Gerät wichtig ist, das sich einfacher aufstellen, anheben und auf einem engen Arbeitstisch unterbringen lässt, ist der K2 Pro die bessere Wahl. Er bietet den nominellen Bauraum von 300 × 300 × 300 mm, das niedrigere Gewicht von 23.7 kg und die einfachere manuelle Riemenspannung. [1]
-
Prototypenbauer mit Bedarf an größeren einteiligen Bauteilen oder höheren Temperaturreserven: K2 Plus. Wenn Sie regelmäßig größere Funktionsteile drucken, den nominellen Bauraum von 350 × 350 × 350 mm wünschen oder auf 350 °C an der Düse und 120 °C am Bett Wert legen, wählen Sie den K2 Plus. Die höhere angegebene Beschleunigung von 30,000 mm/s² und die umfangreichere Hardware passen besser zu diesem Einsatz als beim Pro. [1]
-
Mehrfarbkäufer, die CFS-Grenzen und Platzbedarf abwägen: K2 Plus, sofern der CFS-Ablauf gewünscht ist. Die K2 Plus Combo enthält eine CFS-Einheit, keine vollständige Konfiguration mit 4 Einheiten / 16 Farben. CFS selbst ist nicht mit flexiblem TPU, feuchtem BVOH/PVA oder verzogenen Kartonspulen kompatibel. Wenn Sie wirklich CFS-basierten Mehrfarbdruck wünschen und Platz für das Modul haben, ist der Plus die passende Richtung. Wenn vor allem ein kleinerer Drucker und einfachere Unterbringung zählen, ist der Pro die geradlinigere Wahl. [2] [3] [1]
Häufige Fragen
Unterscheiden sich Creality K2 Pro und K2 Plus hauptsächlich in der Größe?
Nein. Der K2 Plus ist mehr als ein größeres Gehäuse. Creality nennt auch höhere Beschleunigung, höhere Düsen- und Bettgrenzen, automatische Riemenspannung, mehr Zusatzlüfter und Luftfilter sowie eine höher auflösende Bauraumkamera. [1]
Wie unterscheiden sich die Bauräume von K2 Plus und K2 Pro?
Für den K2 Plus werden 350 × 350 × 350 mm angegeben, für den K2 Pro 300 × 300 × 300 mm. Beim nominellen Bauraum sind das 50 mm Unterschied auf jeder Achse. [1]
Bleibt bei Mehrfarbaufträgen der gesamte nominelle Bauraum nutzbar?
Nicht immer. Das veröffentlichte Volumen ist die nominelle Hülle. Reale Aufträge benötigen gegebenenfalls Platz für Spülstrukturen, Stützen, Brims oder vorsichtige Bauteilabstände. Für einen allgemeingültigen Prozentsatz des nutzbaren Volumens bei sämtlichen Mehrfarb- oder verzugsanfälligen Drucken wurde keine verlässliche Angabe gefunden. [1]
Druckt der K2 Pro genauso schnell wie der K2 Plus, wenn beide 600 mm/s angeben?
Nicht zwangsläufig. Creality nennt 600 mm/s als maximale Geschwindigkeit für beide, erklärt aber auch, dass die übliche Druckgeschwindigkeit aller K2-Modelle 300 mm/s beträgt. Der K2 Plus hat außerdem eine höhere angegebene Beschleunigung von 30,000 mm/s² gegenüber 20,000 mm/s² beim K2 Pro. Das kann bei Aufträgen mit vielen kurzen Bewegungen wichtig sein. [1]
Können beide CFS für Mehrfarbdruck nutzen, und was verarbeitet CFS nicht?
Creality richtet die Plattform auf CFS-basierten Mehrfarbdruck aus, mit 4 Steckplätzen pro Einheit und durch Erweiterung bis zu 16 Farben. CFS wird jedoch ausdrücklich als inkompatibel mit flexiblem TPU, feuchtem BVOH/PVA und verzogenen Kartonspulen beschrieben. Das ist eine CFS-Einschränkung und nicht gleichbedeutend mit den Materialien, die der Drucker über direkte oder seitliche Zuführung extrudieren kann. [1] [2] [3] [8] [9]
Welcher eignet sich besser für höhere Temperaturen oder verzugsanfällige Materialien?
Hier hat der K2 Plus die stärkeren Papierdaten: 350 °C an der Düse und 120 °C am Bett gegenüber 300 °C beziehungsweise 110 °C beim K2 Pro. Beide nennen jedoch 60 °C als Bauraumobergrenze. Creality weist außerdem darauf hin, dass der K2 Pro bei manchen niedrigen Umgebungstemperaturen und 110 V seine Bauraum-Zieltemperatur verfehlen kann. Gleiche Zahlen garantieren deshalb kein gleiches reales Verhalten. [1] [10]
Warum unterscheiden sich die K2-Pro-Maße auf Creality-Seiten?
Weil Creality widersprüchliche Zahlen veröffentlicht. Vergleichsseite und Handbuch nennen 445 × 477 × 573 mm für das Gehäuse, während im Shop auch 445 × 505 × 850 mm steht. Vor dem Kauf sollten Sie bestätigen, welcher Wert zur konkreten Konfiguration beziehungsweise zu den für Sie relevanten Messgrenzen gehört. [1] [2] [11]
Quellen
- Creality – Produktvergleich der K2-Serie
- Creality Store – Produktseite zur K2 Pro Combo
- Creality – Produktseite zur K2 Plus CFS Combo
- Creality Support – K2 Pro auf der Supportseite der K2-Serie
- Creality Support – Supportseite zur K2 Plus CFS Combo
- Creality – Kaufberatung zur K2-Serie und Kurzvergleich
- Creality Wiki – Anleitung zum Firmware-Upgrade für K2-Serie & CFS
- Creality Wiki – Empfohlene Filamentparameter für K2 Plus
- Creality Wiki – TPU mit dem K2 Plus drucken
- Creality Wiki – Anleitung zur Bauraumtemperatur des K2 Pro
- K2-Pro-Benutzerhandbuch als PDF im Creality Wiki
- ISO – Seite zu ISO/ASTM 52900:2021
- ISO – Seite zu ISO/ASTM 52902:2023
- NIST – Ein Prüfkörper für additive Fertigung
- Tom’s Hardware – Creality K2 Plus im Test
- Tom’s Hardware – Creality K2 Pro Combo im Test
- Stratasys – Rechtliche Bedingungen einschließlich der Marke FDM
- Justia – Markeneintrag zu FDM