Urteil
Für die meisten Käufer ist der P1S die verlässlichere Wahl, wenn ein ausgereiftes Mehrfarbsystem, besser dokumentiertes Zubehör und weniger Unsicherheit im Arbeitsablauf im Vordergrund stehen. Der Centauri Carbon ist die preisbewusste Wahl, sofern sein aktueller Preis deutlich unter dem des P1S bleibt und ein geschlossener Filamentdrucker mit höheren angegebenen Temperaturgrenzen sowie auf dem Papier günstigeren Angaben zur Seriendüse für abrasive Materialien gesucht wird. Am 7. September 2026 zeigte die Centauri-Carbon-Produktseite 309.00 USD bei durchgestrichenen 419.99 USD. [3] [4] [7] [9] [10]
Beim Vergleich Elegoo Centauri Carbon gegen Bambu Lab P1S liegt der praktische Unterschied weniger im Rahmen als im umgebenden System. Prüfen Sie am Kauftag Druckerpreis, Paketinhalt und CANVAS-Status erneut, da diese Angaben schwanken. Am 7. September 2026 war CANVAS weiterhin als PRE-ORDER für 55.00 USD gelistet. Als geschätzter Versandtermin stand „September 25“, ohne Jahresangabe. Wenn Mehrfarbdruck für den Kauf entscheidend ist, ist Bambus offizieller AMS-Weg in den verfügbaren Quellen klarer: 4 Filamentplätze je AMS, bis zu 4 AMS-Einheiten und bis zu 16 Farben über den AMS Hub. [3] [6] [10]
Zusammenfassung und Überblick
Bei der Entscheidung zwischen Elegoo Centauri Carbon und Bambu Lab P1S gilt: Beide gehören nominell zur Bauraumklasse 256 × 256 × 256 mm, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Der Centauri Carbon ist die günstigere geschlossene Option, solange sein aktueller Angebotspreis deutlich niedriger bleibt. Der P1S bietet den etablierteren Weg zum Mehrfarbdruck und einen besser dokumentierten Arbeitsablauf. [3] [9] [10]
Dies ist kein kontrollierter direkter Labortest. Der Vergleich kann bei einer Kaufentscheidung helfen, belegt aber nicht belastbar, welche Maschine genauer, zuverlässiger oder bei realen Teilen generell schneller ist. Die Quellen zeigen, dass Bambu die druckbare P1S-Höhe in Bambu Studio standardmäßig auf 250 mm setzt, die übrigen 6 mm an Sicherheitshinweise knüpft und ausdrücklich die AMS-Erweiterung auf bis zu 16 Farben dokumentiert. Die Mehrfarboption ist aktuell gefestigter als Centauris weiterhin vorbestellbares CANVAS-Zubehör. [8] [6] [10]
- Wählen Sie den Centauri Carbon, wenn Sie die günstigere geschlossene Option suchen und sein aktueller Preis deutlich niedriger bleibt – besonders wenn höhere Temperaturangaben und eine Düse mit Messingkörper und gehärteter Spitze auf dem Papier attraktiv sind. [3] [4] [7]
- Wählen Sie den P1S für den ausgereifteren AMS-Weg, klarere Grenzen bei Fremdslicern und weniger Unsicherheit beim Mehrfarbablauf. [9] [10]
- Prüfen Sie aktuelle Preise, regionale Pakete und den CANVAS-Versandstatus am Bestelltag erneut. [3] [6]
Was genau verglichen wird
Dieser Artikel behandelt den Elegoo Centauri Carbon der ersten Generation und den Bambu Lab P1S. Centauri Carbon der ersten Generation ≠ Centauri Carbon 2 / 2 Combo. Auf die genaue Modellgeneration ist deshalb bei Zubehör, Angeboten und Kompatibilitätsseiten zu achten. Die CANVAS-Seite unterscheidet den Centauri Carbon von einer zukünftigen Centauri-Carbon-2-Version. Auch Elegoos Kompatibilitätsliste des Düsenkits trennt den ursprünglichen Centauri Carbon von späteren Centauri-Varianten. [6] [7]
Der Vergleich betrifft Desktop-Materialextrusion. Nach ISO/ASTM bezeichnet Materialextrusion die additive Verfahrenskategorie für Drucker, die Material selektiv durch eine Düse oder Öffnung ausgeben. Im Hobby- und Prosumer-Markt werden für dieselbe Maschinenfamilie auch FFF und FDM verwendet. Harz-, Pulverbett- und Metallsysteme liegen deshalb außerhalb des Vergleichs und dienen allenfalls der begrifflichen Abgrenzung. [1]
Wichtige technische Daten im direkten Vergleich
| Merkmal | Centauri Carbon | Bambu Lab P1S |
|---|---|---|
| Bauraum | 256 × 256 × 256 mm [3] | Nominell 256 × 256 × 256 mm [9] |
| Hinweis zur standardmäßig nutzbaren Höhe | Nicht veröffentlicht [3] | 250 mm standardmäßig in Bambu Studio; für die übrigen 6 mm gelten die Sicherheitshinweise im Wiki [8] |
| Beworbene Bewegungsleistung | 500 mm/s Geschwindigkeit; 20,000 mm/s² Beschleunigung [4] | 500 mm/s maximale Druckkopfgeschwindigkeit; 20 m/s² maximale Druckkopfbeschleunigung [9] |
| Maximale Hotend- / Betttemperatur | 320°C Hotend; 110°C Heizbett [4] | 300°C maximales Hotend; 100°C maximale Bauplatte [9] |
| Material / Aufbau der Seriendüse | Messing-Stahl-Düse mit gehärtetem Stahl; Zubehörseite präzisiert Messingkörper und gehärtete Stahlspitze [3] [7] | Edelstahl [9] |
| Position zu abrasiven CF/GF-Materialien | Für kohlenstofffaserverstärktes Filament beworben; kein gesonderter CF/GF-Warnhinweis in den zitierten Spezifikationen gefunden [4] | Kohlenstoff-/glasfaserverstärkte Polymere nicht empfohlen [9] |
| Kamera | Ja; Auflösung im zitierten Spezifikationstext nicht veröffentlicht [5] | 1280 × 720 bei 0.5 Bildern/s; Zeitraffer unterstützt [9] |
| Abmessungen / Gewicht / Leistung | 398 × 404 × 490 mm; 17.5 kg; 1100 W bei 220 V; 350 W bei 110 V [5] | 389 × 389 × 458 mm; 12.95 kg; 1000 W bei 220 V; 350 W bei 110 V [9] |

Die Tabelle bildet veröffentlichte Unterschiede ab und beweist keine führende Druckqualität. Sie zeigt Abweichungen bei Temperaturgrenzen, Düsenbeschreibung, standardmäßiger Höhenbegrenzung, Kameraangaben und Hinweisen zu abrasiven Materialien im Serienzustand. Sie beweist nicht, welcher Drucker engere Maße hält, bessere Oberflächen erzeugt oder langfristig zuverlässiger bleibt. Dafür sind methodisch definierte Tests nötig, kein reiner Datenblattvergleich. [2]
Die P1S-Dokumentation beschreibt Softwaregrenzen, Fremdslicer-Unterstützung und AMS-Skalierung deutlicher. Der Centauri Carbon nennt dagegen höhere Temperaturgrenzen und auf dem Papier günstigere Aussagen zu Seriendüse und abrasiven Materialien. Praktisch geht es weniger um nominelle Größe als darum, was beide Unternehmen nachvollziehbar dokumentieren. [4] [7] [8] [9] [10]
Preis und Gegenwert
Das Preis-Leistungs-Argument des Centauri Carbon hängt stark vom aktuellen Preis ab. Am 7. September 2026 zeigte Elegoos US-Seite 309.00 USD bei durchgestrichenen 419.99 USD. Diese Differenz ist groß genug, um die Empfehlung allein zu verändern. Prüfen Sie deshalb das konkrete Angebot am Bestelltag erneut, statt einen Screenshot oder Artikel als aktuell anzusehen. [3]
CANVAS bringt zusätzliche Kosten und Unsicherheit. Am 7. September 2026 zeigte die Seite PRE-ORDER, einen Preis von 55.00 USD, den geschätzten Versandtermin lediglich als „September 25“ und den Hinweis auf ausschließliche Kompatibilität mit Centauri Carbon. Hängt die Kaufentscheidung vom Mehrfarbdruck ab, ist dieser Status genauso wichtig wie der Rabatt auf den Basisdrucker. [6]
Für den P1S wird hier bewusst kein fester Verkaufspreis genannt, sofern er nicht am Veröffentlichungstag erneut geprüft wurde. Preise, Pakete und Shopvarianten ändern sich zu häufig, als dass ein statischer Vergleich dauerhaft verlässlich bliebe. Die hilfreichere Frage lautet nicht nur, welcher Drucker billiger ist, sondern welchen Aufpreis das P1S-Ökosystem kostet und wie viel Unsicherheit damit entfällt. [9] [10]
Zusätzlich zum Drucker zu vergleichende Kosten:
- AMS oder CANVAS
- Ersatzdüsen oder Hotends
- Bauplatten
- Filter
- Filamentabfall beim Mehrfarbdruck
- Weitere Verschleißteile
- Versand und Steuern, falls separat
Der Grundpreis ist nur der Einstieg. Mehrfarbhardware, Verschleißteile und Verbrauchsmaterial können die tatsächlichen Ausgaben so stark verändern, dass der beworbene Angebotsvorteil verschwindet.
Geschwindigkeitsangaben und tatsächliche Druckzeit
Spitzengeschwindigkeiten lassen sich leicht vergleichen und ebenso leicht überbewerten. In der Praxis zählt das Zusammenspiel von maximaler Druckkopfgeschwindigkeit, Beschleunigung, Volumenstrom, Kühlung und Bauteilgeometrie. Ein Drucker kann mit 500 mm/s beworben werden und bei realen Aufträgen dennoch überwiegend darunter bleiben, weil kurze Segmente, Ecken, Überhänge und Durchflussgrenzen das dauerhafte Erreichen verhindern. Hier kommen auch sichtbare Artefakte ins Spiel. Aggressive Bewegungen können bei günstiger Geometrie die Druckzeit verkürzen, bei bestimmten Formen aber Ringing oder Ghosting begünstigen. Gleiche Spitzengeschwindigkeit bedeutet daher keinen gleichen Durchsatz, und gleicher behaupteter Durchsatz keine gleiche Druckqualität.
Beide Drucker werben mit 500 mm/s. Ihre Angaben von 32 mm³/s sind jedoch unterschiedlich dokumentiert. Elegoo führt 32 mm³/s auf der Centauri-Carbon-Übersichtsseite als zentrale Spezifikation auf. Bambus P1S-Datenblatt nennt ebenfalls 32 mm³/s, verknüpft den Wert aber mit einem ABS-Fall: einem einwandigen Modell von 150 × 150 mm, Bambu ABS und einer als 280 angegebenen Temperatur. Die P1S-Angabe besitzt in der zitierten Quelle damit mehr methodischen Kontext, bleibt jedoch eine Herstellerangabe und kein unabhängiger Benchmark. [4] [9]
Relevante Durchsatzgrößen:
- Volumenstrom statt nur mm/s
- Beschleunigung bei kleinen Strukturen
- Kühlgrenzen bei Brücken und Überhängen
- Prüfbedingungen hinter jedem maximalen Durchflusswert
- Abstimmung des Slicerprofils auf das tatsächlich verwendete Material
Aus identischer Spitzengeschwindigkeit dürfen keine identischen Druckzeiten abgeleitet werden.
Materialien und Einhausung im Realitätscheck
PLA und PETG sind unkomplizierte Ausgangspunkte, weil sie weniger von den Bauraumbedingungen abhängen. ABS und ASA profitieren gewöhnlich von einer Einhausung, da Verzug und Schichtverbindung empfindlicher auf Umgebungsstörungen reagieren. PC und PA erhöhen die Anforderungen weiter. Fasergefüllte Materialien bringen zusätzlich zu thermischen Anforderungen abrasiven Verschleiß und Profilgrenzen mit. Ebenso wichtig: „Eingehaust“ bedeutet nicht „aktiv beheizter Bauraum“. Das sind unterschiedliche Zusagen. Der Centauri Carbon nennt 320°C für das Hotend und 110°C für das Bett, der P1S 300°C und 100°C. Diese Zahlen sind relevant, ersetzen aber nicht Trocknung, kontrolliertes Bauraumverhalten, geeignete Bauteilform und Abstimmung. [4] [9]

Höhere Hotend- und Bettwerte helfen, machen PC oder PA aber allein noch nicht einfach druckbar. Für den P1S erklärt Bambus Datenblatt, dass kohlenstoff-/glasfaserverstärkte Polymere im Serienzustand nicht empfohlen sind. Die Shop-FAQ bekräftigt, dass vor Aufrüstung von Extruder und Hotend nicht direkt Glasfaser– oder Kohlenstofffaserfilamente gedruckt werden sollten. Das ist eine klarere Anleitung für den Serienzustand als in den derzeitigen Centauri-Quellen. [8] [9]
| Materialklasse | Was tatsächlich zählt: Hardware, Einhausung und Profil |
|---|---|
| PLA / PETG | Gleichmäßige erste Schicht, grundlegende Kühlbalance und stabile Extrusion |
| ABS / ASA | Bauraumverhalten, Luftführung, Betthaftung und Verzugsbeherrschung |
| PC / PA | Hotend-Grenze, Bettwärme, Filamenttrocknung, Bauraumbedingungen und Geometrie |
| Fasergefüllte Materialien | Düsenverschleißfestigkeit, robuste abrasive Materialführung, Trocknung und abgestimmte Profile |
Bei der Düsenhardware ist Elegoos Beschreibung ungewöhnlich klar: Die Zubehörseite trennt ausdrücklich den Messingkörper für die Wärmeübertragung von der gehärteten Stahlspitze für Verschleißfestigkeit. Das macht die Düse nicht unzerstörbar. Es stützt jedoch die Einordnung des Centauri als auf dem Papier besser für abrasive Materialien vorbereitete Serienkonfiguration gegenüber einer einfachen Edelstahldüse mit ausdrücklichem CF/GF-Vorbehalt. [7] [9]
Mehrfarbdruck: AMS und CANVAS
Bambus AMS ist in den vorliegenden Quellen die ausgereiftere Mehrfarboption, weil die Erweiterung ausdrücklich dokumentiert ist. Die offizielle Seite nennt 4 Filamentplätze je AMS, bis zu 4 parallel verwendete AMS-Einheiten und bis zu 16 Farben über den AMS Hub. Damit ist der Weg von einer einzelnen Einheit zu einem größeren Mehrfarbsystem klar beschrieben. [10]
CANVAS für den ursprünglichen Centauri Carbon ist neuer und derzeit weniger gefestigt. Am 7. September 2026 zeigte die offizielle Seite weiterhin PRE-ORDER, 55.00 USD, den geschätzten Versand als „September 25“ ohne Jahresangabe und auf Centauri Carbon begrenzte Kompatibilität. Die Seite bezeichnet es außerdem als 4-Farb-System. Der Vorbestellstatus bedeutet jedoch, dass Versand- und Supporttermine als veränderliche Angaben und nicht als feste Voraussetzungen behandelt werden sollten. [6]
Dieser Unterschied ist wichtig, weil Mehrfarbkauf nicht nur die maximale Farbanzahl betrifft. Ebenso zählen Wechselzuverlässigkeit, Spülabfall, Zubehörverfügbarkeit und die Stabilität des bezahlten Arbeitsablaufs. Ein dokumentierter, bereits ausgelieferter Zubehörweg reduziert Unklarheit. Vorbestellbares Zubehör kann weiterhin preislich attraktiv sein, bringt am Bestelltag aber mehr Unsicherheit mit. [6] [10]
Fragen vor dem Kauf eines Mehrfarbsystems:
- Wie viele Farben brauche ich tatsächlich?
- Ist das Zubehör lieferbar oder nur vorbestellbar?
- Benötige ich einen zusätzlichen Hub für die beworbene Farbanzahl?
- Ist der Spülabfall bei meinen typischen Bauteilgrößen akzeptabel?
- Ist Mehrfarbdruck der Hauptkaufgrund oder nur gelegentlich relevant?
Software, Verbindungsmöglichkeiten und Ökosystem
Bei Software geht es nicht nur darum, ob ein Drucker normalen G-Code ausführen kann. Entscheidend ist, wie viel des Ablaufs durch Herstellerprofile, Integration und Zusatzfunktionen unterstützt wird. Bambus P1S-Datenblatt erklärt, dass Fremdslicer mit Standard-G-Code-Export unterstützt werden, bestimmte erweiterte Funktionen jedoch möglicherweise nicht. Das ist eine konkrete Grenze: Fremdslicing ist möglich, kann aber den Verzicht auf einzelne herstellerspezifische Funktionen bedeuten. [9]
Bei der Zubehörintegration wird der Ökosystemunterschied deutlicher. AMS ist ein etablierter Bambu-Ablauf mit klar dokumentierter Erweiterung und offiziellem Hub für größere Farbsysteme. CANVAS ist dagegen aktuell ein Centauri-spezifisches Zubehör mit Vorbestellstatus auf der zitierten Seite. Das macht nicht automatisch eines für jeden Käufer besser, bedeutet aber derzeit einen unterschiedlichen Integrationsreifegrad. [10] [6]
Für genaue Einschränkungen des reinen LAN-Betriebs enthält die Quellenbasis keine zuverlässig zitierbare offizielle Dokumentation; das Verhalten kann von der Firmware abhängen. Deshalb trennt dieser Artikel Slicer-Unterstützung vom Netzwerkverhalten, statt über in den Quellen nicht sauber dokumentierte Cloud- oder Lokalgrenzen zu spekulieren. [9]
Laufende Kosten und Betriebsaufwand
Langfristige Besitzkosten betreffen vor allem Verbrauchs- und Ersatzteile: Düsen, Hotends, Bauplatten, Filter sowie Filament, das bei Mehrfarbwechseln ausgespült wird, statt im fertigen Teil zu landen. Beim Centauri deutet die Düse mit Messingkörper und gehärteter Spitze auf ein anderes Verschleißverhalten als bei einer einfachen weichen Messingdüse hin. Sie bleibt jedoch ein Verbrauchsteil. [7]
Der P1S hat einen anderen Kostenpfad. Seine Seriendüse besteht aus Edelstahl, laut offiziellem Datenblatt sind CF/GF-verstärkte Polymere im Serienzustand nicht empfohlen, und bei geplanten abrasiven Materialien verändert sich der wahrscheinliche Aufrüstbedarf. Hinzu kommen auf Bambu-Seite die Kosten des AMS-Zubehörsystems, während CANVAS bei Elegoo ein Zusatzkauf mit aktuellem Vorbestellstatus ist. [9] [10] [6]
Kurze praktische Kostencheckliste:
- Ersatzdüsen und Hotends
- Bauplatten
- Filter
- Spülabfall bei Mehrfarbdrucken
- Abrasiv bedingter Verschleiß
- Versand und Steuern
Druckqualität, Maßgenauigkeit und die Grenzen der verfügbaren Daten
Genauigkeit, Präzision und Toleranz hängen zusammen, sind aber nicht dasselbe. Genauigkeit beschreibt die Nähe zum vorgesehenen Maß. Präzision bezeichnet die Wiederholbarkeit zwischen Drucken. Toleranz ist das konstruktiv zulässige Fehlerband. In der additiven Fertigung kann eine Maschine wiederholbar arbeiten, ohne besonders genau zu sein, und bei einer Prüfkörpergeometrie besser abschneiden als bei einer anderen. ISO/ASTM 52902 ist hier wichtig, weil die Norm geometrische Leistungsfähigkeit anhand definierter Prüfkörper und Messungen statt beiläufiger Musterdrucke bewertet. [2]

Aus den verfügbaren Datenblättern ergibt sich kein Genauigkeitssieger. In den bereitgestellten Quellen wurde auch kein vergleichbarer methodisch definierter Datensatz gefunden. Das ist die klare Grenze der Evidenz. Herstellerangaben zur Bewegung, Marketingformulierungen und attraktive Musterdrucke reichen nicht aus, um die geometrische Leistungsfähigkeit zweier Maschinen zu bewerten. Die belastbare Aussage ist enger: Beide gehören derselben allgemeinen Desktop-Klasse an, doch die Quellen stützen keine universelle Behauptung, dass einer maßgenauer als der andere sei. [2]
Was sich ableiten lässt – und was nicht
- Veröffentlichte Bauraumgrößen, Bewegungsdaten, Temperaturgrenzen und Angaben zur Seriendüse lassen sich vergleichen.
- Reife des Mehrfarbökosystems und aktueller Zubehörstatus lassen sich vergleichen.
- Ausdrückliche Serienhinweise für abrasive Filamente lassen sich vergleichen.
- Aus Datenblättern allein lässt sich kein universeller Genauigkeitssieger ableiten.
- Unsystematische Druckfotos erlauben keine Rangfolge der geometrischen Leistungsfähigkeit.
- Gleicher nomineller Bauraum bedeutet nicht gleiche Toleranzen.
- Stärkere Aussagen zur Maßhaltigkeit erfordern methodisch definierte Tests. [2]
Zuverlässigkeit, Wartung und Betriebsrisiken
Für die Wartung ist es hilfreich, Hardwareverschleiß und Aufwand im Arbeitsablauf getrennt zu betrachten. Beim Centauri deutet die gehärtete Düsenspitze auf höhere Abrasionsbeständigkeit als bei einfachem Messing hin. Dennoch verschleißt sie und muss irgendwann ersetzt werden. Beim P1S weisen die Edelstahl-Seriendüse und der offizielle CF/GF-Vorbehalt auf einen anderen Aufrüstpfad hin, wenn abrasive Materialien wichtig sind. Auch Leistung und Überwachung beeinflussen den Betrieb: Centauri nennt 1100 W bei 220 V und 350 W bei 110 V und beantwortet die Kameraangabe nur mit „Ja“. Das P1S-Datenblatt nennt 1000 W bei 220 V, 350 W bei 110 V sowie eine Kamera mit 1280 × 720 und niedrigen 0.5 Bildern/s. [7] [5] [9]
Die P1S-Kamera mit niedriger Bildrate ist für Statuskontrollen und Zeitraffer hilfreich, ersetzt aber keine detaillierte Ferninspektion. Filter gehören zur Wartung und Emissionsminderung, nicht zu einer Behauptung über Sicherheitszertifizierung. Die hier verwendete Emissionsliteratur definiert ultrafeine Partikel als kleiner als 100 nm und zeigt drucker- und filamentabhängige Emissionen. Filterleistung sollte anhand definierter Prüfmethoden besprochen und nicht vorausgesetzt werden. [9] [11] [13]
Filterung in der Einhausung und Innenraumluft: zurückhaltende Hinweise
Ultrafeine Partikel werden in dieser Literatur gewöhnlich als Partikel unter 100 nm definiert. Emissionen hängen von Drucker, Filament und Druckbedingungen ab. Aussagen zu Einhausung und Filter sollten deshalb vorsichtig bleiben. Ein Filter kann bestimmte Partikel oder Gerüche reduzieren, ist aber nicht dasselbe wie eine zertifizierte lokale Absaugung und reicht nicht aus, um ABS- oder ASA-Druck in Innenräumen pauschal als sicher zu bezeichnen. [11] [12] [13]
Die Literatur zu Schutzstrategien behandelt Maßnahmen wie punktuelle Absaugung und abgedichtete Einhausungen mit effizienter Gas- und Partikelfilterung. Moderne Emissionsstudien nutzen zudem definierte Verfahren wie Prüfungen nach Art von ANSI/CAN/UL 2904.2 in kontrollierten Kammern. Das ist für Messungen hilfreich, erlaubt jedoch keine pauschale Sicherheitszusage für den Heimgebrauch. [12] [13]
Beim ABS-/ASA-Druck in Innenräumen:
- Belüftung priorisieren
- Expositionsdauer gering halten
- Filterung als eine Schutzmaßnahme unter mehreren betrachten
- Bei langen Aufträgen und geschlossenen Räumen besonders vorsichtig sein
Für wen eignet sich welcher Drucker?
Als erster Drucker oder bei Wunsch nach geringem Betreuungsaufwand empfiehlt sich der P1S. Das beruht nicht auf wundersamer Druckqualität, sondern auf dem besser dokumentierten Ökosystem, klareren Grenzen bei Fremdslicern und dem bereits definierten AMS-Weg für späteren Mehrfarbdruck. Für preisgünstigen geschlossenen Druck ist der Centauri Carbon nur dann die Wahl, wenn sein aktueller Preis nahe dem am 7. September 2026 beobachteten Angebot bleibt und das Paket am Kauftag weiterhin sinnvoll ist. [9] [10] [3]
Für dekorativen Mehrfarbdruck empfiehlt sich der P1S. AMS ist hier der ausgereiftere offizielle Weg mit 4 Plätzen je Einheit und Erweiterung auf 16 Farben durch mehrere AMS und den AMS Hub. Beim Centauri bleibt die Empfehlung bedingter, weil CANVAS im zitierten Stand weiterhin nur vorbestellbar war. [10] [6]
Für funktionale Prototypen aus ABS oder ASA sind beide als geschlossene Materialextrusionsmaschinen plausibel. Der P1S hat jedoch klarere Seriendokumentation, während das Preis-Leistungs-Argument des Centauri stärker von aktuellen Preisen abhängt. Für Hobbyanwender technischer Materialien machen die höheren Temperaturangaben und die Düsenkonstruktion den Centauri auf dem Papier vielversprechender. Beim P1S bedeutet der CF/GF-Vorbehalt im Serienzustand, dass bei abrasiven Filamenten früher mit Aufrüstungen gerechnet werden sollte. [4] [7] [8] [9]
- Erster Drucker / Wunsch nach wenig Aufwand — P1S wählen. Klarer dokumentierter Ablauf und etablierterer Mehrfarbweg. [9] [10]
- Preisgünstiger geschlossener Druck — Centauri Carbon wählen, wenn der aktuelle Angebotspreis bestehen bleibt. Angebot und Paketinhalt am Kauftag genau prüfen. [3]
- Funktionale Prototypen (ABS/ASA) — bedingter Gleichstand. Beide passen grundsätzlich, unterscheiden sich aber in Serienhinweisen und Verlässlichkeit des Ökosystems. [4] [8] [9]
- Hobby mit technischen Materialien (PC/PA/fasergefüllt) — auf dem Papier eher Centauri. Höhere Temperaturangaben und günstigere Angaben zur Seriendüse helfen; Profile und Trocknung bestimmen dennoch das Ergebnis. [4] [7]
- Dekorativer Mehrfarbdruck — P1S wählen. AMS ist derzeit der klarere und etabliertere offizielle Weg. [10] [6]
Urteil
Für die meisten Käufer ist der P1S die bessere Wahl, wenn ein ausgereiftes Mehrfarbsystem, klarere offizielle Ablaufgrenzen und ein etablierteres Zubehörsystem zählen. Der Centauri Carbon bietet den stärkeren Preisvorteil, solange er deutlich günstiger bleibt und eine geschlossene Maschine mit auf dem Papier höheren Temperaturgrenzen und vorteilhafteren Düsenangaben gesucht wird. Am 7. September 2026 zeigte die Centauri-Seite 309.00 USD bei durchgestrichenen 419.99 USD. [3] [4] [7] [9] [10]
Die praktische Antwort im Vergleich Elegoo Centauri Carbon gegen Bambu Lab P1S ist an Bedingungen geknüpft und nicht universell. Für die verlässlichere Ökosystementscheidung eignet sich der P1S. Wer die günstigere geschlossene Option sucht und mehr Unsicherheit beim neueren Mehrfarbzubehör akzeptiert, findet im Centauri Carbon das stärkere Preis-Leistungs-Angebot. In beiden Fällen am Kauftag aktuelle Preise, Paketinhalt, regionale Verfügbarkeit und CANVAS-Status prüfen. [3] [6]
Häufige Fragen
1) Welcher ist besser: Elegoo Centauri Carbon oder Bambu Lab P1S?
Für die meisten Käufer ist der P1S besser, weil Mehrfarbweg und Ablaufgrenzen klarer dokumentiert sind. Der Centauri Carbon ist nur dann die preisbewusste Wahl, wenn sein aktueller Preis deutlich unter dem P1S bleibt und genau dieses Angebot beim Kauf noch gilt. [3] [9] [10]
2) Haben beide wirklich 256 × 256 × 256 mm Bauraum, und warum ist die P1S-Druckhöhe standardmäßig 250 mm?
Nominell ja: Beide gehören zur Klasse 256 × 256 × 256 mm. Bambus Shop-Fußnote erklärt jedoch, dass Bambu Studio die druckbare Höhe standardmäßig auf 250 mm begrenzt, um Heizbettschäden durch Kollisionen zu vermeiden. Für die übrigen 6 mm gelten Sicherheitshinweise. [3] [8] [9]
3) Bedeutet 500 mm/s, dass beide gleich schnell drucken?
Nein. Gleiche Spitzengeschwindigkeit garantiert keinen gleichen realen Durchsatz. Beschleunigung, Volumenstrom, Kühlung, Geometrie und Profilabstimmung beeinflussen die Auftragsdauer. Bambus Angabe von 32 mm³/s ist zudem mit mehr Prüfkontext dokumentiert als Elegoos hervorgehobener Wert von 32 mm³/s. [4] [9]
4) Welcher eignet sich ab Werk besser für Kohlenstoff- oder Glasfaserfilament?
Ab Werk wirkt der Centauri auf dem Papier günstiger, weil die Düse mit Messingkörper und gehärteter Spitze sowie höhere Temperaturgrenzen angegeben werden. Das P1S-Datenblatt erklärt ausdrücklich, dass kohlenstoff-/glasfaserverstärkte Polymere im Serienzustand nicht empfohlen sind. Die Shop-FAQ warnt vor direkter Nutzung ohne Aufrüstung. [4] [7] [8] [9]
5) Ist CANVAS für den ursprünglichen Centauri Carbon derzeit tatsächlich erhältlich?
Am 7. September 2026 zeigte die offizielle CANVAS-Seite weiterhin PRE-ORDER für 55.00 USD und als geschätzten Versandtermin „September 25“ ohne Jahresangabe. Behandeln Sie das als veränderlichen Status und prüfen Sie ihn am Kauftag erneut. [6]
6) Wie aussagekräftig sind 32 mm³/s, und warum zählen die Prüfbedingungen?
Der Wert ist nur bei offengelegten Prüfbedingungen aussagekräftig. Bambu verknüpft 32 mm³/s mit einem ABS-Fall, einem einwandigen Modell von 150 × 150 mm, Bambu ABS und einer als 280 angegebenen Temperatur. Elegoo nennt 32 mm³/s auf der zitierten Seite als zentrale Spezifikation ohne gleichwertige Einzelheiten. [4] [9]
7) Machen Einhausungen und Filter ABS-Druck in Innenräumen sicher?
Nein. Die verwendete Literatur definiert UFPs als kleiner als 100 nm und zeigt drucker- und filamentabhängige Emissionen. Filter können bestimmte Partikel oder Gerüche reduzieren, sind jedoch nicht dasselbe wie lokale Absaugung und kein Beleg dafür, dass ABS-Druck in Innenräumen sicher ist. [11] [12] [13]
Quellen
-
ISO/ASTM 52900:2021 — Additive manufacturing — General principles — Fundamentals and vocabulary.
https://www.iso.org/standard/74514.html -
ISO/ASTM 52902:2023 — Additive manufacturing — Test artefacts — Geometric capability assessment of additive manufacturing systems.
https://www.iso.org/standard/79683.html -
Elegoo Centauri Carbon — US-Produktseite.
https://us.elegoo.com/products/centauri-carbon -
Elegoo Centauri Carbon — Übersichtsseite.
https://us.elegoo.com/pages/elegoo-centauri-carbon -
Centauri Carbon + 10 kg PLA-CF — US-Paket und Spezifikationstext.
https://us.elegoo.com/products/centauri-carbon-10-kg-pla-cf -
Elegoo CANVAS für Centauri Carbon.
https://us.elegoo.com/products/canvas-for-centauri-carbon -
Elegoo — 0.4-mm-Düsenkit aus Messing und gehärtetem Stahl für die Centauri-Serie.
https://us.elegoo.com/products/0-4-mm-brass-hardened-steel-nozzle-kit-for-centauri-carbon-series -
Bambu Lab P1S — Shopseite.
https://bambulab-us.myshopify.com/products/p1s -
Bambu Lab P1S — Technische Daten als PDF.
https://cdn.shopify.com/s/files/1/0611/4036/9460/files/bambu-lab-P1S-tech-specs.pdf?v=1689302935 -
Bambu Lab AMS — Seite zum Mehrfarbdruck.
https://bambulab-us.myshopify.com/products/ams-multicolor-printing -
Emissions of Ultrafine Particles and Volatile Organic Compounds from Commercially Available Desktop Three-Dimensional Printers with Multiple Filaments.
https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.est.5b04983 -
Predicting Concentrations of Ultrafine Particles and Volatile Organic Compounds Resulting from Desktop 3D Printer Operation and the Impact of Potential Control Strategies.
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC13061758/ -
A Summary Report: The Effect of Filtration on Particle and Chemical Emissions from a 3D Printer.
https://chemicalinsights.org/wp-content/uploads/2022/03/2021-Summary-Report-Effects-of-Filtration-on-Particle-and-Chemical-Emissions-from-3D-Printers_revised.pdf -
Review of volatile organic compound (VOC) emissions from desktop 3D printers and associated health implications.
https://www.nature.com/articles/s41370-025-00778-y.pdf