Fazit
Wenn Sie zwischen Bambu Lab P1S und P2S als neuem geschlossenen Desktop-Drucker mit einer Düse wählen, ist der P2S bei angemessenem Preisabstand meist die bessere Standardwahl. Der Bauraum bleibt bei 256 × 256 × 256 mm. Die maximale Betttemperatur steigt von 100 auf 110 °C, hinzu kommen neuer Bildschirm, bessere Kamera, interner Speicher und gehärtete Druckkopfkomponenten. [2] [3] [6]
Wählen Sie den P1S für den günstigeren Einstieg, wenn Sie die Ersparnis lieber in Zubehör, Filament, Ersatzdüsen oder Lüftung investieren. Wählen Sie den P2S für bessere Bedienung am Gerät, praktischeres Livebild, gehärtete Verschleißteile und zusätzliche Temperaturreserve ab Werk. Wer bereits einen P1S besitzt, sollte nicht wegen der Größe wechseln: Der Bauraum ist identisch. [2] [6]
Der P2S bietet die stärkere Serienausstattung, der P1S lohnt sich bei einem Rabatt, der die finanzierbare Gesamtausstattung deutlich verbessert. Einen vorhandenen P1S sollten Sie behalten, sofern der neue Arbeitsablauf und die gehärteten Teile kein konkretes Problem lösen. Bambu Lab erklärt zudem, dass der P1S weiter produziert und verkauft wird; eine Einstellung ist auf absehbare Zeit nicht geplant. [5]
Technische Unterschiede auf einen Blick
Dieser Vergleich von P1S und P2S konzentriert sich auf Unterschiede im täglichen Betrieb: Temperaturen, Verschleißteile, Bedienung, Überwachung, Speicher, Stromversorgung und Materialhandhabung. Das Muster ist einfach: Der P2S bietet höhere Bewegungs- und Volumenstromgrenzen sowie komfortablere Ausstattung. Der P1S bleibt leichter und einfacher. [2] [3] [6]
| Im Betrieb relevanter Unterschied | P1S | P2S | Bedeutung in der Praxis |
|---|---|---|---|
| Maximale Heizbetttemperatur | 100 °C | 110 °C | Der P2S bietet mehr Temperaturreserve am Bett für ABS, ASA und einige technische Kunststoffe. [6] [2] |
| Verschleißteile am Druckkopf | Edelstahldüse; Extruderzahnräder aus Stahl | Düse und Extruderzahnräder aus gehärtetem Stahl | Der P2S ist ab Werk besser auf abrasive Filamente vorbereitet. [6] [2] |
| Bedienung am Gerät und Speicher | 2,7-Zoll-Display mit 192 × 64 Pixeln; Micro-SD-Karte | 5-Zoll-Touchscreen mit 854 × 480 Pixeln; 8 GB integrierter eMMC-Speicher; USB-Laufwerke unterstützt | Modernere lokale Bedienung und geringere Abhängigkeit von Wechselmedien beim P2S. [6] [2] |
| Kamera | Bauraumkamera mit 1280 × 720 bei 0,5 Bildern/s; Zeitraffer unterstützt | Livebildkamera mit 1920 × 1080 bei 30 Bildern/s | Der P2S eignet sich deutlich besser für echte Liveüberwachung. [6] [2] [3] |
| Durchsatzkennzahl | Maximal 32 mm³/s Hotend-Volumenstrom, mit ABS getestet | Maximal 40 mm³/s Hotend-Volumenstrom, mit ABS getestet | Höherer Volumenstrom ist eine Durchsatzgrenze, keine Garantie für schneller fertige Teile bei jedem Druck. [6] [2] |
| Maximale Bewegungskennzahl | Maximal 500 mm/s Druckkopfgeschwindigkeit | Maximal 600 mm/s Druckkopfbewegung | Der P2S nennt auf dem Papier die höhere Bewegungsgrenze. [6] [2] |
| Filterfunktionen | Aktivkohlefilter | Aktivkohle; VOC- und Partikelfilterung unterstützt | Beide sind geschlossen und besitzen Aktivkohlefilter. Beim P2S veröffentlicht der Hersteller umfassendere Filterangaben. [6] [2] [3] |
| Maximale elektrische Leistung laut Hersteller | 1000 W bei 220 V; 350 W bei 110 V | 1200 W bei 220 V; 1000 W bei 110 V | Relevant für die Stromkreisplanung, nicht zur Schätzung des typischen Energieverbrauchs beim Drucken. [6] [2] |
| Abmessungen und Gewicht | 389 × 389 × 458 mm; 12,95 kg | 392 × 406 × 478 mm; 14,9 kg | Der P2S braucht etwas mehr Stellfläche und ist schwerer. [6] [2] |
Für die meisten Käufer zählen vor allem Druckkopf, Bedienung, Kamera und Betttemperatur. Der P2S ist mehr als eine optische Überarbeitung. Der P1S bleibt sinnvoll, wenn diese Verbesserungen Ihre Materialwahl oder Ihren Alltag nicht ausreichend verändern, um den Aufpreis zu rechtfertigen. [2] [3] [6]
Was sich zwischen P1S und P2S tatsächlich unterscheidet
Die praktische Antwort auf die Frage, was Bambu P1S und P2S unterscheidet , lautet: Der P2S kommt vollständiger ausgestattet und besser auf unterschiedliche Materialien vorbereitet. Seine Düse und Extruderzahnräder bestehen aus gehärtetem Stahl; der P1S verwendet eine Edelstahldüse und Stahlzahnräder. Hinzu kommen ein 5-Zoll-Touchscreen mit 854 × 480 Pixeln, 8 GB eMMC und USB-Unterstützung statt des 2,7-Zoll-Displays mit 192 × 64 Pixeln und Micro-SD-Ablaufs beim P1S. [2] [6]
Die weiteren großen Änderungen betreffen veröffentlichte Bewegungs- und Durchsatzgrenzen. Bambu nennt für den P2S 600 mm/s, 20.000 mm/s² und 40 mm³/s. Beim P1S stehen 500 mm/s, 20 m/s² und 32 mm³/s unter dessen eigenen ABS-Testbedingungen. Das sind Herstellerangaben zu Fähigkeiten, keine Zusage, dass jedes Modell in jedem Material auf dem P2S schneller fertig wird. [2] [6]
Die wichtigsten Unterschiede zwischen Bambu P1S und P2S betreffen Betrieb und Materialeignung, nicht die Baugröße. Der Bauraum bleibt gleich. Stattdessen sind mehr mögliche Aufrüstungen bereits enthalten: Bildschirm, Speicher, Kamera, gehärtete Druckkopfteile, Schnellverschluss-Hotend und höhere Betttemperatur sprechen für den P2S. Dieser Überblick belegt keinen universellen Sieger bei der Druckqualität im direkten Vergleich. [1] [2] [3] [6]
Begriffe in den Datenblättern
Bambu bezeichnet diese Geräte als FDM beziehungsweise Fused Deposition Modeling -Systeme. Dieser Artikel verwendet FFF beziehungsweise Materialextrusion als neutrale Kurzbezeichnung derselben filamentbasierten Verfahrensklasse. ISO/ASTM 52900:2021 ist die Terminologienorm für additive Fertigung. Stratasys führt FDM als Marke, weshalb Datenblätter und Tests diese Begriffe häufig mischen. [10] [11] [2] [3] [6]
Geschwindigkeitsangaben lassen sich leicht missverstehen. Maximale Druckkopfbewegung bezeichnet eine obere Bewegungsgrenze. Maximale Beschleunigung beschreibt, wie schnell das System diese Bewegung erreicht. Maximaler Hotend-Volumenstrom ist eine Durchsatzkennzahl: die Menge geschmolzenen Kunststoffs, die das Gerät unter bestimmten Testbedingungen fördern können soll. Bambu verwendet diese Begriffe bei beiden Modellen mit leicht unterschiedlicher Schreibweise. Beim P2S heißen sie „max speed of toolhead movement“, „max acceleration“ und „max hotend flow“, beim P1S „max speed of toolhead“, „max acceleration“ und „max hot end flow“. [2] [6]
Häufig falsch verstandene Angaben
- Maximale Geschwindigkeit ist nicht die normale Druckgeschwindigkeit.
- Düsentemperatur ist nicht Kammertemperatur.
- Schichthöhe ist nicht Genauigkeit.
- Kameraauflösung ist nicht KI-Erkennungsgenauigkeit.
Diese Unterschiede sind wichtig: Eine hohe Bewegungsspitze verkürzt nicht automatisch reale Druckzeiten, und höherer Volumenstrom garantiert nicht bei jedem Modell bessere Bauteile. [2] [6]
Für Käufer relevanter Hintergrund
Bambu Lab stellte den P1S im Juli 2023 als geschlossene Variante der P1-Plattform vor. Der P2S folgte später mit der Ankündigung am 14. Oktober 2025. [5] [1]
Der P2S ist somit nicht der Nachfolger eines eingestellten Produkts. Er ist eine spätere Überarbeitung für dieselbe allgemeine Nutzerklasse, mit stärkerer Serienausstattung und aktualisierter Bedienung. [1] [5]
Bambu Lab erklärt außerdem, dass der P1S weiter produziert und verkauft wird und eine Einstellung auf absehbare Zeit nicht geplant ist. Verglichen werden also eine weiterhin aktuelle günstigere Plattform und eine neuere Hardwareplattform. [5]
Technische Daten von Bambu Lab P1S und P2S im Vergleich
Dieser Datenvergleich von Bambu Lab P1S und P2S beschränkt sich auf veröffentlichte Herstellerangaben mit Einfluss auf die Kaufentscheidung: Größe, Temperaturgrenzen, Bewegung und Volumenstrom, Druckkopfmaterialien, Bedienung, Überwachung, Filterung und Stromanforderungen. Zunächst stehen die Zahlen nebeneinander, bevor ihre Bedeutung im Alltag eingeordnet wird. [2] [3] [6]
| Technische Angabe | P1S | P2S | Hinweise und Testbedingungen |
|---|---|---|---|
| Bauraum | 256 × 256 × 256 mm | 256 × 256 × 256 mm | Gleicher Arbeitsbereich bei beiden Modellen. [6] [2] |
| Außenmaße | 389 × 389 × 458 mm | 392 × 406 × 478 mm | Der P2S ist äußerlich größer. [6] [2] |
| Gewicht | 12,95 kg | 14,9 kg | Der P2S ist schwerer. [6] [2] |
| Maximale Düsentemperatur | 300 °C | 300 °C | Gleiche veröffentlichte Temperaturgrenze der Düse. [6] [2] |
| Maximale Heizbetttemperatur | 100 °C | 110 °C | Der P2S bietet mehr Temperaturreserve am Bett. [6] [2] |
| Kammertemperatur und -heizung | Im P1S-Datenblatt nicht veröffentlicht | Passive Kammertemperatur bis 50 °C; keine aktive Kammerheizung | Passive Erwärmung nicht mit aktiver Kammerheizung verwechseln. [3] [4] [6] |
| Maximale Bewegungskennzahl | 500 mm/s maximale Druckkopfgeschwindigkeit; 20 m/s² maximale Beschleunigung | 600 mm/s maximale Druckkopfbewegung; 20.000 mm/s² maximale Beschleunigung | 20 m/s² entsprechen 20.000 mm/s². Das sind Bewegungsmaxima, keine garantierten normalen Druckgeschwindigkeiten. [6] [2] |
| Durchsatzkennzahl | Maximal 32 mm³/s Hotend-Volumenstrom | Maximal 40 mm³/s Hotend-Volumenstrom | P1S-Test: einwandiges Modell mit 150 × 150 mm, Bambu ABS, 280 °C. P2S-Test: kreisförmiges einwandiges Modell mit 250 mm, Bambu ABS, 280 °C. Die Bedingungen sind unterschiedlich. [6] [2] |
| Düsen- und Extrudermaterialien | Edelstahldüse; Extruderzahnräder aus Stahl | Düse und Extruderzahnräder aus gehärtetem Stahl | Der P2S enthält ab Werk verschleißfeste Teile, die für viele abrasive Filamente vorteilhaft sind. [6] [2] |
| Düsengrößen | 0,4 mm enthalten; 0,2 / 0,6 / 0,8 mm optional | 0,2 / 0,4 / 0,6 / 0,8 mm unterstützt; 0,4 mm standardmäßig | Die Größenangaben sind je nach Beschreibung des Lieferumfangs formuliert. [6] [2] |
| Display, Speicher und interne Rechenleistung | 2,7-Zoll-Display mit 192 × 64 Pixeln; Micro-SD-Karte | 5-Zoll-Touchscreen mit 854 × 480 Pixeln; 8 GB eMMC; USB-Laufwerke; NPU mit 2 TOPS | Der P2S bietet leistungsfähigere Bedienung und Speicherung am Gerät. [6] [2] |
| Kamera | 1280 × 720 bei 0,5 Bildern/s; Zeitraffer unterstützt | Livebildkamera mit 1920 × 1080 bei 30 Bildern/s | Der P2S eignet sich erheblich besser für echte Liveansichten. [6] [2] [3] |
| Filterung | Aktivkohlefilter | Aktivkohle; VOC- und Partikelfilterung unterstützt | Laut P2S-Handbuch strömt die Kammerluft vor dem Austritt durch einen Aktivkohlefilter, der Partikel- und Geruchsemissionen verringern hilft. [6] [2] [3] |
| Maximale elektrische Leistung laut Hersteller | 1000 W bei 220 V; 350 W bei 110 V | 1200 W bei 220 V; 1000 W bei 110 V | Nur für die Stromkreisplanung geeignet; keine typischen Verbrauchswerte im laufenden Druck. [6] [2] |
Entscheidend ist die Trennung zwischen Bewegungskennzahlen, Materialdurchsatzund Bauteilergebnissen. Die höheren Geschwindigkeits- und Volumenstromwerte des P2S sind Leistungsgrenzen, kein Versprechen besserer Teile unter allen Bedingungen. Aussagekräftiger für den Betrieb sind gehärteter Druckkopf, besserer Bildschirm und Speicher, bessere Kamera und höhere Betttemperatur. In den geprüften Quellen wurde kein kontrollierter Datensatz zu Maßgenauigkeit, Wiederholbarkeit oder Druckqualität gefunden. Entsprechende Überlegenheit sollte daher nicht behauptet werden. [2] [3] [6]

Unterschiede im Arbeitsalltag
Der tägliche Unterschied beginnt bei der Bedienung. Mit 5-Zoll-Touchscreen, 854 × 480 Pixeln, 8 GB eMMC und USB-Unterstützung wirkt die lokale Steuerung des P2S eher wie die eines modernen Geräts. Das kleinere 2,7-Zoll-Display mit 192 × 64 Pixeln und Micro-SD beim P1S funktioniert, ist aber deutlich einfacher. Bei einem einzelnen Heimdrucker betrifft das vor allem Komfort. In Schullaboren oder kleinen Druckfarmen kann es beeinflussen, wie schnell Mitarbeiter Aufträge laden, prüfen und wechseln, ohne jedes Mal Smartphone oder Computer zu benötigen. [2] [6]
Auch Fernüberwachung ist beim P2S praktischer: 1920 × 1080 bei 30 Bildern/s gegenüber 1280 × 720 bei 0,5 Bildern/s mit Zeitraffer beim P1S. Das beweist weder bessere Druckqualität noch bessere KI-Erkennung oder Zuverlässigkeit. Dafür wurden hier keine belastbaren unabhängigen Werte gefunden. Es bedeutet aber ein deutlich brauchbareres Livebild. [2] [3] [6]
Der P2S ist außerdem stärker auf einfache Wartung ausgelegt. Die Einführungsmaterialien beschreiben ein schnell wechselbares Düsensystem, das Handbuch ein Hotend mit Schnellverschluss für leichtere Routinewartung und Austausch. Zusammen mit gehärteter Düse und gehärteten Extruderzahnrädern verringert das die anfänglichen Kompromisse beim Einsatz abrasiver Materialien. Verschleiß, Verstopfungen oder Fehldrucke werden dadurch nicht ausgeschlossen. Die Serienausstattung ist aber vollständiger. [1] [2] [3]

Wichtige Konfigurationen: Einzelgerät oder Combo
Beim Vergleich von Einzelgerät und Combo sollten Sie gleich ausgestattete Angebote gegenüberstellen. Der Preisabstand zwischen Einzelgerät und Combo ist kein reiner Druckervergleich, weil sich der Lieferumfang ändert. Offizielle P2S-Angebote nennen beim Combo das AMS 2 Pro. Der reguläre P1S Combo wird weiterhin mit AMS angeboten; einige regionale P1S-Seiten führen zusätzlich Bundles mit AMS 2 Pro. „Combo“ bezeichnet daher nicht über die ganze Reihe hinweg dasselbe Paket. [7] [8] [1]
| Konfiguration | Lieferumfang | Vorteile | Abwägungen |
|---|---|---|---|
| P1S als Einzelgerät | Nur Drucker | Günstigerer Einstieg, wenn Materialzubehör vorhanden ist oder Mehrfarbdruck noch nicht benötigt wird. | Spätere Ergänzungen können einen Teil der Ersparnis aufzehren. [7] |
| P1S Combo | P1S mit AMS | Bereit für automatische Filamenthandhabung und grundlegenden Mehrfarbdruck. | Weiterhin die ältere lokale Bedienung und serienmäßige Druckkopfausstattung. [7] |
| P2S als Einzelgerät | Nur Drucker | Neuerer Drucker ohne sofortige zusätzliche Ausgabe für AMS 2 Pro. | Kein Bundle-Komfort für automatische Filamenthandhabung. [8] |
| P2S Combo | P2S mit AMS 2 Pro | Das umfassendste offizielle Einstiegspaket für Neukäufer, die neuen Drucker und neuere AMS-Generation gemeinsam möchten. | Teureres Paket; Spezialmaterialien bleiben von Filament und Zuführweg abhängig. [8] [9] |
Typische Kaufsituationen
- Erster geschlossener Drucker: Combo ist der einfachere Einstieg, wenn automatisierte Materialhandhabung sofort gewünscht ist. [7] [8]
- Vorhandener P1S: Das P2S-Einzelgerät ist der passendere Vergleich, wenn nur der Drucker ersetzt werden soll. [2] [6]
- Gemeinsamer Drucker in Schule oder Labor: P2S-Bedienung und -Kamera helfen bei geteilter Nutzung. Das passende Bundle hängt dennoch davon ab, ob automatisierte Filamenthandhabung genutzt wird. [2] [3] [6]
- Druckfarm: Ein Einzelgerät kann sinnvoller sein, wenn bereits ein Materialablauf besteht und nur der Drucker modernisiert werden soll. [1] [5]
- Verbundfilamente: Zuerst Drucker und Druckkopf vergleichen. Manche gefüllten Materialien stellen Anforderungen an Düse und Zuführung, die wichtiger sind als das AMS-Bundle. [2] [9]
- Mehrfarb-Hobbydruck: Combo ist der naheliegende Vergleich, bleibt aber ein Komfortsystem für den Ablauf und keine universelle Unterstützung jeder Materialfamilie. [8] [9]
AMS verändert vor allem den Ablauf, weniger die Kerndaten des Druckers. Es kann komfortabler sein. Die Materialkompatibilität hängt aber weiterhin vom Filament und den Verschleißteilen ab; AMS ist keine universelle Materiallösung. [8] [9]
Druckqualität und Geschwindigkeit in der Praxis
Die Geschwindigkeiten im Vergleich Bambu Lab P1S und P2S sind als Obergrenzen zu lesen. Beim P2S stehen 600 mm/s und 20.000 mm/s², beim P1S 500 mm/s und 20 m/s². Nicht jeder Druck kommt diesen Werten nahe. Slicer-Einstellungen, Beschleunigungssteuerung, Geometrie und Filamentgrenzen bestimmen weiterhin die tatsächliche Dauer. [2] [6]
Die Durchsatzwerte erfordern noch mehr Vorsicht. Bambu nennt für den P2S 40 mm³/s mit einem kreisförmigen einwandigen 250-mm-Modell aus Bambu ABS bei 280 °C. Die 32 mm³/s des P1S stammen von einem einwandigen Modell mit 150 × 150 mm, ebenfalls Bambu ABS bei 280 °C. Wegen unterschiedlicher Prüfgeometrien ist das kein sauberer direkter Vergleich. Die Zahlen sind separate Herstellergrenzen unter verschiedenen Testbedingungen, keine belastbare prozentuale Differenz der realen Produktionsgeschwindigkeit. [2] [6]
Dieser Überblick liefert keine verlässlichen kontrollierten Vergleichswerte zu Oberfläche, Maßgenauigkeit, Wiederholbarkeit, Lautstärke, KI-Erkennung oder Zuverlässigkeit. Die angemessene Einordnung bleibt vorsichtig: Der P2S nennt höhere Bewegungs- und Durchsatzgrenzen. Allein das belegt aber nicht in jedem Anwendungsfall bessere Drucke. Die Qualität hängt weiterhin von Slicer-Abstimmung, Material, Orientierung, Kühlung und tatsächlichem Bedarf an den zusätzlichen Reserven ab. [2] [6]
Materialeignung: serienmäßiger P1S, aufgerüsteter P1S und serienmäßiger P2S
Bei Materialien reicht der Vergleich P1S gegen P2Snicht aus. Hilfreicher sind drei Fälle: P1S in Serienausstattung, aufgerüsteter P1Sund P2S in Serienausstattung. Der P1S ist bereits ein leistungsfähiger geschlossener Drucker für verbreitete Materialien. Bei fasergefüllten Polymeren formuliert Bambu jedoch vorsichtiger. Der P2S besitzt dagegen gehärtete Verschleißteile und nennt ausdrücklich mehrere carbon- und glasfasergefüllte Materialien als unterstützt. [2] [6]
| Materialfamilie | P1S serienmäßig | P1S aufgerüstet | P2S serienmäßig |
|---|---|---|---|
| PLA, PETG, ABS, ASA | Gut für normalen Einsatz innerhalb der veröffentlichten P1S-Grenzen geeignet. [6] | Gleicher Grundbereich; aufgerüstete Verschleißteile helfen bei entsprechendem Bedarf. [6] | Ebenso geeignet, mit zusätzlicher maximaler Betttemperatur von 110 °C beim P2S. [2] |
| PA, PC und ähnliche technische Kunststoffe | Verarbeitbar, stärker von Aufbau und Materialwahl abhängig. [6] | Sinnvoller, wenn Verschleißteile gezielt für das konkrete Filament aufgerüstet werden. [9] | Besser ab Werk vorbereitet: gehärteter Druckkopf und höhere Betttemperatur bereits vorhanden. [2] [3] |
| Carbon- und glasfaserverstärkte Polymere | Bambus Einstufung für die Serienausstattung lautet nicht empfohlen. [6] | Einige werden mit passender Ausstattung offiziell nutzbar. Die PPA-CF-Seite nennt P1S-Kompatibilität mit Gehäuse und gehärteter Stahldüse. [9] | Besser ab Werk vorbereitet, weil gehärtete Teile vorhanden sind und die Materialliste bereits mehrere CF/GF-Optionen umfasst. [2] |
| Beispiele gefüllter Materialien in Bambus Liste | CF/GF-Polymere gehören nicht zur serienmäßigen Empfehlung. [6] | Abhängig von den Anforderungen des konkreten Filaments. [9] | PLA-CF, PETG-CF, ABS-GF, ASA-CF, PA6-CF, PA6-GF, PAHT-CF, PPA-CF und PET-CF werden unterstützt. [2] |
Bambus PPA-CF-Seite verdeutlicht die Aufrüstlogik offiziell. Sie verlangt eine gehärtete Stahldüse und nennt den P1S mit Gehäuse und dieser Düse als kompatibel. 0,2 mm werden ausgeschlossen; empfohlen sind gehärtete Hotends mit 0,4, 0,6 oder 0,8 mm. Das hilft Käufern mehr als pauschale Aussagen, ob ein Drucker „Carbonfaser“ drucken kann. [9]
Dabei gilt: Gehärteter Stahl verbessert die Verschleißfestigkeit, garantiert aber nicht jede abrasive Mischung, jede Düsengröße oder lange unbeaufsichtigte Laufzeit. Manche gefüllten Filamente funktionieren mit größeren Düsen besser. Bambus PPA-CF-Seite zeigt, wie spezifisch solche Regeln sein können. Praktisch gilt: Der serienmäßige P1S passt zu vielen Standardmaterialien, Aufrüstungen erweitern seinen Bereich, der serienmäßige P2S ist am umfassendsten vorbereitet. [2] [6] [9]

Betriebskosten, Filterung und Raumluft
Die geprüften Quellen liefern weder ein belastbares Stromkostenmodell noch einen standardisierten Wartungskostenvergleich. Deshalb lässt sich zu den Betriebskosten nur begrenzt etwas sagen. Entscheidend sind Zubehör, ersetzte Verschleißteile, verwendete Materialien und die nötige Raumlüftung. Ein belastbarer monatlicher Dollarbetrag wurde in den Quellen nicht gefunden. [2] [6] [8] [9]
Der P2S nennt einen Aktivkohlefilter sowie Unterstützung für VOC- und Partikelfilterung. Laut Handbuch strömt Kammerluft vor dem Austritt durch Aktivkohle, was Partikel- und Geruchsemissionen verringern hilft. Auch der P1S hat einen Aktivkohlefilter. Das sind reale Ausstattungsmerkmale, aber keine Zusage von Emissionsfreiheit. [2] [3] [6]
Diese Einordnung ist wichtig. In einer Büro- und Bibliotheksstudie berichtete NIST während der meisten Druckvorgänge Konzentrationen von etwa 30.000 bis 60.000 Partikeln/cm³ über dem Hintergrundwert. NIOSH nennt Lüftung als wichtige technische Schutzmaßnahme und Raumluftreiniger mit HEPA als weitere Möglichkeit. Einfach gesagt: Gehäuse und Aktivkohlefilter sind sinnvoller, als Emissionen zu ignorieren. Keiner der beiden Drucker sollte aber als Gerät dargestellt werden, das keine Lüftung benötigt. [12] [13]
Ökosystem, Software und Unterstützungsdauer
Beim Ökosystem geht es weniger um Rohdaten als darum, wie gut die Plattform langfristig dokumentiert und unterstützt bleibt. Für Käufer mit langfristigen Softwareerwartungen ist relevant: Zum P1S gibt es ein offizielles Konformitätsdokument mit datierten Updatezusagen. Ein entsprechendes P2S-Dokument wurde in den geprüften Quellen nicht gefunden. [14]
Für im Vereinigten Königreich verkaufte P1S-Gerätenennt Bambus UK-PSTI-Konformitätserklärung garantierte Sicherheitsupdates bis zum 13. Juli 2030 sowie Fehlerbehebungen und Funktionsupdates bis zum 13. Juli 2028. Das ist ein bedeutsames Unterstützungssignal für das ältere Modell. Es handelt sich aber um eine britische Konformitätserklärung, nicht automatisch um eine weltweite Zusage für jede Region. [14]
Für den P2S wurde kein belastbares offizielles Enddatum der Unterstützung gefunden. Wer Wert auf lange Unterstützung legt, sollte dies als offene Frage behandeln und keine optimistische Annahme einsetzen. [14]
Preise und passende Käufer
Preise unterscheiden sich nach Region, Bundle und Aktion. Prüfen Sie vor dem Kauf den offiziellen Shop. Aktuelle US-Preise wurden in dieser Faktenprüfung nicht bestätigt; deshalb nennt der Artikel keine festen aktuellen US-Beträge. Verifizieren ließ sich, dass regionale offizielle Shopseiten Konfigurationen und Preise bereits unterschiedlich darstellen. Bambus Einführungspost vom 14. Oktober 2025 enthält nur historische europäische Einführungspreise. [1] [7] [8]
Als rein historischer Kontext nannte Bambu Lab für den P2S 519 Euro inklusive Steuern und für den P2S Combo 749 Euro inklusive Steuern in Europa. Auch Branchenberichte hielten regionale Einführungspreise fest. Das ist hilfreicher Hintergrund, aber kein aktueller US-Straßenpreis vom 28. Juli 2026. [1] [15]
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Preisbewusste Käufer: P1S wählen. Wenn der Rabatt groß genug für Druckplatten, Düsen, Filament oder bessere Lüftung ist, bleibt der P1S die günstigere Wahl mit gleichem Bauraum und weiterhin aktueller Produktlinie. [5] [6]
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Neukäufer mit Wunsch nach modernerem, bequemerem Ablauf: P2S wählen. Für besseren Bildschirm, deutlich bessere Livekamera, gehärtete Teile, Schnellverschluss-Hotend und 110-°C-Bett ab Werk ist der P2S bei vernünftigem Aufpreis die verlässlichere Standardwahl. [1] [2] [3]
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Vorhandener P1S mit Aufrüstungsüberlegung: meist behalten. Wegen der Baugröße lohnt der Wechsel nicht, denn sie bleibt gleich. Wechseln Sie nur, wenn Bedienung, Livekamera, höhere Betttemperatur oder serienmäßig gehärteter Druckkopf Ihren Druckalltag oft genug konkret verbessern. [2] [6]
Der praktische Sieger hängt damit vom Käufertyp ab: P1S für den Preisvorteil, P2S für die bessere Serienausstattung; für bestehende P1S-Besitzer kein Wechselgrund aufgrund der Größe.. [2] [5] [6]
Häufige Fragen
Was unterscheidet Bambu P1S und P2S?
Der P2S ist neuer und vollständiger ausgestattet. Er behält den Bauraum von 256 × 256 × 256 mm, ergänzt aber 5-Zoll-Touchscreen, bessere Livekamera, gehärtete Stahlteile und ein heißeres Bett. Der P1S ist einfacher und günstiger, der P2S bietet das umfassendere Paket ab Werk. [2] [3] [6]
Lohnt sich der Bambu P2S gegenüber dem P1S?
Bei einem Neukauf und vernünftigem Preisabstand meist ja. Die Verbesserungen bei Ablauf und Serienhardware sind konkret. Der P1S bleibt sinnvoll, wenn ein hoher Rabatt lieber in Zubehör, Verbrauchsmaterial oder Raumlüftung fließen soll. [2] [5] [6]
Sollten Anfänger P1S oder P2S kaufen?
Für die meisten Anfänger ist der P2S der einfachere Erstkauf: besserer Bildschirm, viel brauchbarere Kamera und bereits gehärtete Druckkopfteile. Der P1S passt weiterhin bei engerem Budget, wenn die einfachere lokale Bedienung kein Problem ist. [2] [3] [6]
Bambu P1S oder P2S: Welcher ist besser für ABS und ASA?
Der P2S bietet 110 statt 100 °C maximale Betttemperatur. Laut Handbuch kann seine passive Kammertemperatur bis 50 °C erreichen. Die FAQ erklärt jedoch ausdrücklich, dass er keine aktive Kammerheizung hat. Der Vorteil ist vorhanden, bleibt aber passive Temperaturführung statt aktiv beheizter Kammer. [2] [3] [4] [6]
Kann der P1S Carbonfaser-Filament drucken oder sind Aufrüstungen nötig?
Für die serienmäßige Ausstattung sind carbon- und glasfaserverstärkte Polymere laut Bambu nicht empfohlen. Das bedeutet nicht „niemals“. Die eigene PPA-CF-Seite nennt den P1S mit Gehäuse und gehärteter Stahldüse als kompatibel. Das ist das klarste offizielle Beispiel für den aufgerüsteten P1S. [6] [9]
Für Fortgeschrittene: Sind 32 und 40 mm³/s direkt vergleichbar?
Nein. Der P1S-Wert stammt von einem einwandigen ABS-Modell mit 150 × 150 mm bei 280 °C. Beim P2S wurde ein kreisförmiges einwandiges ABS-Modell mit 250 mm bei 280 °C verwendet. Wegen der unterschiedlichen Geometrien sind das separate Herstellergrenzen, kein sauberer prozentualer Vergleich. [2] [6]
Wird der P1S eingestellt?
Nein. Bambu Lab erklärte, dass der P1S weiter hergestellt und verkauft wird und eine Einstellung auf absehbare Zeit nicht geplant ist. [5]
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Quellen
- Bambu Lab Blog: Ankündigung des P2S
- Bambu Lab China: Technische Daten des P2S
- Bambu Lab: P2S-Benutzerhandbuch als PDF, V1.0 vom Mai 2026
- Bambu Lab China: P2S-FAQ
- Bambu Lab Blog: Abschied vom P1P
- Bambu Lab: P1S-Datenblatt als PDF
- Bambu Lab Japan-Shop: P1S-Produktseite
- Bambu Lab Japan-Shop: P2S-Produktseite
- Bambu Lab Japan-Shop: PPA-CF-Produktseite
- ISO/ASTM 52900:2021: Normseite
- Stratasys: Rechtliche Informationen
- NIST-Veröffentlichung: Studie zu Desktop-Druckern und Innenraumluft
- CDC/NIOSH Science Bulletin: Emissionen beim 3D-Druck und Schutzmaßnahmen
- Bambu Lab: UK-PSTI-Konformitätserklärung für P1S
- 3D Printing Industry: P2S-Einführungsbericht mit historischem Preisstand
