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POLARIS Spaceplanes erreicht Meilenstein mit 3D-gedrucktem Aerospike-Raketentriebwerk

Das deutsche Start-up POLARIS Spaceplanes hat einen Durchbruch erzielt und die Roll- und Flugtests seines Demonstrators MIRA II erfolgreich abgeschlossen. Der fünf Meter lange Prototyp wird vom unternehmenseigenen 3D-gedruckten linearen Aerospike-Triebwerk AS-1 angetrieben. Er ist vielleicht kein gewaltiger Sprung für die Menschheit, aber ein entscheidender Schritt zur Entwicklung des Raumflugzeugs AURORA in voller Größe, dessen Debüt für 2028 geplant ist.

Die unbemannte MIRA II startete mithilfe von Strahlturbinen vom Flughafen Peenemünde. Über der Ostsee wurde ihr 1-kN-LOX/Kerosin-Aerospike-Triebwerk während des Flugs drei Sekunden lang gezündet. Bei dem Versuch erzeugte es 900 Newton Schub. Damit fand erstmals eine Erprobung eines linearen Aerospike-Triebwerks in der Luft statt, obwohl ein kleines Leck im LOX-Tank zum Verlust einer Zugangsklappe führte.

Anders als herkömmliche Triebwerke mit Glockendüse nutzen Aerospike-Triebwerke eine keilförmige Konstruktion, um den Schub über verschiedene Flughöhen hinweg zu optimieren, die Effizienz zu steigern und Gewicht zu sparen. Der Nachteil: Ihre komplexen Kühlsysteme und extrem hohen Betriebstemperaturen erfordern fortschrittliche Fertigungsverfahren. POLARIS setzt deshalb auf additive Fertigung. Die 3D-gedruckten Komponenten werden von AM Global hergestellt und ermöglichen schnelle Weiterentwicklungen sowie einen geringeren Aufwand für Belastungstests zwischen den Flügen von MIRA II.

Künftig möchte POLARIS seine Triebwerkstechnologie mit dem baugleichen Demonstrator MIRA III weiter abstimmen. Zugleich bereitet das Unternehmen den größeren Prototyp NOVA vor, bevor AURORA 2028 an den Start geht. Diese Tests markieren zweifellos einen Fortschritt bei innovativen Antrieben für die Luft- und Raumfahrt.

Quelle: https://europeanspaceflight.com/

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