Bambu Lab hat PLA Pure vorgestellt. Das neue Filament für den 3D-Druck im Verbraucherbereich kombiniert eine vereinfachte Materialrezeptur mit Zertifizierungen, die Sicherheit, Innenraumluftqualität und Alltagstauglichkeit in den Mittelpunkt stellen.
Das Unternehmen erklärt, dass PLA Pure gezielt für den Einsatz in Wohnräumen entwickelt wurde, in denen Desktop-3D-Drucker zunehmend zum Haushalt gehören. Das Filament besteht aus nur fünf Zutaten: Polymilchsäure (PLA) aus Mais und Zuckerrohr, Acrylcopolymer, Farbpigmenten, Ethylenbisstearamid (EBS) und Talkum.
Nach Angaben von Bambu Lab „steht jede Zutat auf der Positivliste der EU 10/2011“, der europäischen Verordnung über Kunststoffe, die für den Lebensmittelkontakt vorgesehen sind. Das Unternehmen betont, dass bei PLA Pure nicht nur das fertige Produkt zertifiziert wurde, sondern dass es „Zutat für Zutat geprüft wurde, vom Basismaterial bis zu den Pigmenten.“
Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt war die Innenraumluftqualität. PLA Pure erhielt die UL-2904-GREENGUARD-Zertifizierung, einen Standard zur Messung von Partikel- und VOC-Emissionen (flüchtige organische Verbindungen) beim 3D-Druck. Bambu Lab berichtet, dass die Partikel- und VOC-Werte während des Druckens unter den üblichen Werten einer durchschnittlichen Küche, eines Wohnzimmers oder eines Büros liegen. Bei Laborprüfungen erzeugte das Material unter identischen Bedingungen außerdem geringere PM2.5- und PM10-Emissionen als ein vergleichbares Filament.

Über die Zertifizierungen hinaus wurde PLA Pure entwickelt, um zuverlässige Druckergebnisse ohne eine lange Liste von Additiven zu ermöglichen. „Um die Rezeptur auf fünf lebensmittelsichere Zutaten zu begrenzen, hat Bambu Lab die Formulierung von Grund auf neu aufgebaut“, erklärte das Unternehmen in einer Mitteilung. Das Ergebnis: weniger Rückstände, geringere Ablagerungen an der Düse, gleichmäßigere Extrusion und weniger Fädenziehen, selbst ohne vorherige Trocknung.
Das Filament hat außerdem die Zertifizierung nach EN 71-3 bestanden. Diese europäische Norm behandelt die Migration von Elementen wie Blei, Cadmium und Chrom aus Spielzeugmaterialien. Bambu Lab weist darauf hin, dass fertige Objekte weiterhin für ihren vorgesehenen Einsatz bewertet werden müssen. Die Zertifizierung unterstützt jedoch Anwendungen wie Spielzeug, Modelle und Haushaltsgegenstände.
