Fast jeder hat einen Sammelplatz für Dinge, die nirgendwo richtig hineinpassen. Meist ist es diese eine Schublade. Ob Kabelknäuel, die zweite Batterie eines unvollständigen Paars, allerlei „für alle Fälle“ aufgehobene Kleinigkeiten, rätselhafte Schlüssel oder Steine und Muscheln aus vergangenen Urlauben: Die Maker-Community begeistert sich gerade für einen 3D-Drucktrend, mit dem sich all das ordnen lässt!
Schluss mit dem Wühlen in der Schublade: Hier kommt Gridfinity, ein modulares Aufbewahrungssystem, das in Maker-Communitys, Studios, Werkstätten und sogar ganz gewöhnlichen Haushalten für Aufmerksamkeit sorgt. Bekannt wurde es im Netz durch Open-Source-Dateien für den 3D-Druck. Das System beruht auf einem einfachen und zugleich genialen Konzept: einem einheitlichen Grundraster, das mit einrastenden Behältern beliebiger Größe und Form kombiniert wird. Wer Zugang zu einem 3D-Drucker hat, kann Behälter maßschneidern, die zu den tatsächlich vorhandenen Dingen in der Schublade passen, statt sich an vermeintliche „Standardgrößen“ aus dem Handel zu halten.
Von TicToc über Thingiverse bis GitHub ist Gridfinity in der Maker-Welt allgegenwärtig und schafft sichere Plätze für Schlüssel, SD-Karten und Schrauben. Der clevere Trend nutzt standardisierte Grundflächen, die alles ordentlich an seinem Platz halten. Die Einheiten rasten in die Grundplatte ein, sodass Schubladen, Schreibtische, Werkzeugkästen und Regale auch beim Bewegen oder Anstoßen aufgeräumt bleiben. Weil die Community das Ökosystem weiterentwickelt, entstehen ständig neue Entwürfe: von magnetischen Deckeln über Fächer mit Scharnieren bis zu beschriftbaren Fronten.
Wenn Sie also finden, dass es Zeit zum Aufräumen ist, hilft der 3D-Druck weiter. Entdecken Sie den Trend und schaffen Sie ein persönliches, nachhaltiges und immer wieder neu anpassbares System. Verabschieden Sie sich von Ihrer alten „Kramschublade“ und begrüßen Sie ihre neue Version: vertraut, funktional und vielleicht sogar ein Vergnügen beim Öffnen.
